Samstag, September 04, 2010
   
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Unternehmensintegration im 21. Jahrhundert

Flexibilität im Service und im Einsatz

29. und 30. Oktober 2009  Dorint Parkhotel in Bad Neuenahr

GruppenfotoAm 29. und 30. Oktober 2009 fand im Dorint Parkhotel in Bad Neuenahr ein Seminar unter der Leitung von Albert Wittmann zum Thema „Unternehmensintegration im 21. Jahrhundert – Flexibilität im Service und im Einsatz“ statt. Diese bereits im Jahr 2008 begonnene Veranstaltungsreihe, war wieder einmal Anlass genug, vor hochkarätigen Vertretern aus Industrie, Wirtschaft und Bundeswehr, nicht nur den Sachstand zur Entwicklung der Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familie (SASPF) abzugleichen, sondern vielmehr die zwischenzeitlich eingetretenen Weiterentwicklungen und deren Auswirkungen auf das „Tagesgeschäft“ der Anwender abzubilden. Der rege Austausch der Teilnehmer stand erneut im Fokus der Risikoorientierung und der Darstellung des „Best Practice“.

 

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Albert Wittmann

Dr. Adolf-Peter Bröhl als „Vater von SASPF“ stellte eindrücklich die Interaktion von Bundeswehr und BWI sowie die weiteren Perspektiven der SASPF als Ganzes vor, um auch die Effektivität und die Planungssicherheit im Wirkverbund mit der Truppe sicherstellen zu können. Er erläuterte die herausragende Stellung und den derzeitigen Status des Rollout SASPF in der 1. Panzerdivision und beleuchtete die Auswirkungen auf die Bundeswehr und die Industrie.

Dr. Bröhl, BWI - IT
Dr. Bröhl, BWI - IT

Norbert Binder von der EADS stellte in seinem Vortrag den Einsatz der Portaltechnologie als „Cockpit“ in der Luftfahrzeugwartung in all seinen Facetten des Konzernverbundes dar, um die Prozesse für alle Beteiligten homogener und planungssicherer zu gestalten. Des Weiteren konnte Norbert Binder sehr eindrucksvoll seinen Vortrag mit einer Live-Demonstration des SC A 400 M Portal Demonstrator abrunden.

Prof. Dr. Bo Hu, Universität der Bundeswehr in München, der seinen Vortrag unter den Titel „Kollaborative Dokumentendienste für die technische Dokumentation“ gestellt hatte, zeichnete den derzeitigen wissenschaftlichen Sachstand in einer auch für den Laien verständlichen Form ab. Die alltägliche Last der Datenflut, die nicht nur den Anwender oder Programmierer täglich ereilt, sondern auch immer mehr Besitz von gesellschaftlichen Ereignissen insgesamt nimmt, wertete er als nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung. Es sei an der Zeit die optimalen Werkzeuge zu schaffen, um diese Flut an Informationen zu kanalisieren und bedarfs- und bedienerfreundlich auszuwerten.

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Prof. Dr. Hu, Uni Bw München

Mit einem sehr zielgerichteten Exkurs in die Historie der Militärstrategie stellte Dr. Andreas Groth, AmperSystems, seinenVortrag „Überhöhen – das kraftvolle taktische Element – zur Interoperabilität in vernetzter Operationsführung für vernetzte Sicherheit“ dar. Das gekonnte Orientieren, das versierte Entscheiden, das richtige Handeln und die Kontrolle des selbigen finden auch in der Gegenwart einer hochtechnisierten Welt voller Informations- und Datenströme ihre tägliche Anwendung.

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Dr. Groth, AmperSystems

Udo Eschenbach, Konzernrepräsentant Bundeswehr/NATO der Deutschen Post, erläuterte sehr anschaulich die zwingende Flexibilität im logistischen Wirkverbund. In einer Welt in der 95% der Gütertransporte auf dem Seeweg erfolgen, mehr als 2/3 der Weltbevölkerung in Küstenregionen leben und in den Häfen Europas jährlich mehr als 1 Mrd.Tonnen Güter umgeschlagen werden, versetzt auch die Bundeswehr in einen Prozess ständiger neuer Herausforderungen. Das Spannungsfeld zwischen militärischer Transformation und ökonomischer Modernisierung wurde durch seinen Vortrag aus der Sichtweise des weltgrößten Logistikunternehmens mehr als deutlich.

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Herr Eschenbach, Deutsche Post

Die zwingende Flexibilität laufender logistischer Prozesse griff Ewald Angeli von der Firma Panasonic auf und stellte in einer sehr an der täglichen Arbeitspraxis orientierten Weise, die Notwendigkeit schneller und verlässlicher Reaktionszeiten dar. Im Austausch zwischen Hersteller und Kunden und der damit verbundenen Produkt- und Servicezufriedenheit liegt ein Großteil des zukünftigen gemeinsamen Erfolgs.

Joachim-Ulrich Heisig von der IABG stellte in seinem Vortrag eine streitkräfteeinheitliche Lösungsarchitektur für die Flexibilisierung der Waffensystemlogistik der Bundeswehr vor. Ausgehend von einer Zielarchitektur Waffensystemlogistik für Luftfahrzeuge leitete er Standardlösungen ab, die vor dem bereits genannten, zwingend notwendigen Datenaustausch von Zulieferkomponenten immer notwendiger wird. Als Ergebnis
und Konsequenz empfahl er eine Enterprise Platform Defence, die die gemeinsamen Herausforderungen an die Bundeswehr und die wehrtechnische Industrie nutzergerecht abbildet.

Oberstleutnant Sobota widmete seinen Vortrag der Pflege von logistischen Stammdatenobjekten und Prozessoptimierungen am Beispiel so genannter „Swimlanes“.

Im Ergebnis lassen sich nicht nur die Hochwertvorträge, sondern auch das Hardthöhengespräch als einen wichtigen Beitrag zur weiteren Ausgestaltung des Vorhabens SASPF in die weitere Entwicklung der Bundeswehr einordnen. Die aktuellen Sachstände und Planungen wurden hinreichend dargestellt, so dass die Planungssicherheit aller Beteiligten weiter vorangetrieben werden kann.

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Dr. Kieschoweit, Bw Fuhrpark

Zahlreichen Anregungen folgend, ist auch im Jahr 2010 eine weitere Veranstaltung geplant, die den Planern und Gestaltern und auch den Entscheidern aus den Bereichen Bundeswehr, der wehrtechnischen Industrie sowie den Forschungseinrichtungen, eine Richtschnur aufzeichnen können.

Text und Fotos: Redaktion HHK

Exklusiv Interview

Mit Brigadegeneral Thomas Reiter, Mitglied des Vorstands des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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